Was bedeuten die Objektiv-Beschriftungen

Was bedeuten die Objektiv-Beschriftungen
Kleine Fotoschule - Was bedeuten die Objektiv-Beschriftungen

Was bedeuten die Objektiv-Beschriftungen

Heute beantworte ich Euch die Frage: Was bedeuten die Objektiv-Beschriftungen?

Als Beispiel beschreibe ich hier ein modernes Zoom-Objektiv des Herstellers Nikon.

Beginnen wir  mit der Beschriftung am Fenster der Entfernungseinstellung. Nikon – N – AF-S Nikkor 24-120mm 1:4 G ED VR.

Nikon weist hier auf den Hersteller.

“N” ( rechts vom Fenster) beschreibt die Qualität, hier Nano-Kristall-Vergütung ist eine Anti-Reflex-Beschichtung der Gläser.

AF-S steht hier dafür, dass der sogenannte “silent-wafe”-Autofokusmotor im Objektiv verbaut ist.

Nikkor steht für die Objektivreihe von Nikon.

24-120mm bedeutet ganz einfach die Brennweite reicht von 24mm bis 120mm ( gerechnet am Kleinbildformat 35mm oder der Sensorgröße von 24 x 36mm). 1:4 zeigt uns die Lichtstärke, hier über den gesamten Zoombereich von f 4. Im Gegensatz zu einem Standart-Objektiv mit 3.5 – 5.6 bleibt hier die Lichtsärke gleich. Hingegen ändert sich diese bei dem Standardobjektiv von 3.5 bei der kleinsten Brennweite und wechselt zu 5.6 wenn gezoomt ist. Für ein brauchbares Foto muss der Fotograf die Lichtwerte mit der Belichtungszeit und ISO stärker abgleichen.

Das “G” sagt uns, dass diese Objektive keinen Blendenring besitzen, die Blendeneinstellung erfolgt durch die Kamera.

Die Bezeichnung “ED” weist auf ein spezielles Glas mit erstklassiger Schärfe sowie Farbkorrektur. Es ist eine Abkürzung für Extra-low Dispersion also eine besonders niedrige Dispersion.

Gleich über dem Fenster für die Entfernungsanzeige finden wir mittig einen weißen Punkt und über diesem den Zoomdrehring mit den Brennweitenbezeichnungen von 24mm bis 120mm.

Unterhalb der Objektivbeschreibung finden wir den Fokussierring. Hier können wir auch manuell fokussieren. Aus der gleichen Perspektive sehen wir unter dem Fokussierring die Bezeichnung VR. Das ist ganz einfach der Bildstabilisator. Unmittelbar vor dem Objektivanschluss finden wir hier einen weißen Punkt. Dieser hilft beim Anschluß des Obektives an die Kamera. Beide weißen Punkte übereinander legen und das Objektiv mittels Drehbewegung an die Kamera anschliessen.

Auf der linken Seite unter dem Fokussierring finden wir drei Schalter. Einer ist beschriftet mit M/A und “M”. Mit diesem können wir vom Autofokus in den manuellen Fokus wechseln.

In der Mitte der drei Schieberegler steht “VR on bzw off”. Hier entscheiden wir über die Zuschaltung des Bildstabilisators. Kleiner Tipp: ohne Stativ schadet es nicht wenn dieser eingeschaltet ist. Bei der Verwendung eines Statives könnt ihr den Bildstabilisator ausschalten.

Schliesslich können wir mit dem untersten Schalter zwischen “normal” und Aktiv” wählen. Im Regelfall genügt die Einstellung auf normal. Wenn ihr jetzt glaubt wir sind schon fertig, dann müssen wir noch schnell das Objektiv umdrehen. Auf der Unterseite werden die bisher genannten Beschreibungen wiederholt und es gibt noch ein paar Ergänzungen.

“IF” ist das Kürzel für Innenfokussierung – das Objektiv wird beim zoomen nicht mehr verlängert wie es früher üblich war. Die Entfernungseinstellung wird durch eine eigene Linsengruppe innerhalb des Gehäuses geregelt.

Aspherical oder “AS” heissen die asphärischen Linsen, welche die Abbildungsfehler minimieren. diese können bei besonders lichtstarken Objektiven bei offener Blende entstehen.

Jetzt bleibt mir nur noch der Objektivdurchmesser der Frontlinse ( abgeschlossen mit Schraubgewinde für Zusatzfilter) zu beschreiben “ø77” bedeutet hier dass das Objektiv einen Durchmesser von 77 mm hat. Ganz nebenbei haben die besonders lichtstarken Objektive von 2.8 bzw. 1.4  im Normalfall einen Durchmesser von 77 mm, egal von welchem Hersteller. Die Seriennummer des Objektives bildet den Abschluss meiner Beschreibung. Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit.

Wenn auf dem Objektiv der Zusatz “DX” zu finden ist, so steht dies für den APS-C Sensor im Format 16 x 24 mm. Für Objektive von Canon ist zu beachten dass die Bezeichnung EF für Vollformat-Objektive und “EF-S” für APS-C Cameras gilt.

In der nächsten Fotoschule beschreibe ich die Kamerasensoren und den “Cropfaktor”.

 

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